Glaubensbekenntnis

Unser Glaubensbekenntnis basiert ausschließlich in die Offenbarung, die wir im Wort Gottes haben. Allerdings, kein menschlicher Text kann jemals die Wahrheit, die Autorität, die Gültigkeit, die Vollständigkeit und die Tiefe des Wortes Gott ersetzen. Deshalb, verweisen wir Sie, jenseits des “Glaubensbekenntnisses”, auf das Studium des geschriebenen Wortes Gottes, der Bibel.

Gott

1. Wir glauben an einen lebendigen und souveränen Gott, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, unendlich vollkommen und herrlich ist. Er existiert ewig und lebt in liebender Einheit der drei göttlichen Personen: des Vater, des Sohn und des Heiligen Geistes.

Die Bibel

2. Wir glauben, dass die Bibel, d.h. das Alte und das Neue Testament, das inspirierte Wort Gottes ist. Sie ist die vollständige Offenbarung des Willens Gottes für die Rettung des Menschen und dessen grundlegenden und einzigen Glaubens- und Lebensregel. Deshalb ist der Glaube notwendig für das, was die Bibel lehrt, Gehorsam gegenüber dem, was sie erfordert, und Gewissheit darüber, was sie verspricht.

Der menschliche Zustand

3. Wir glauben, dass der dreieinige Gott den Menschen „nach Seinem Bilde“ geschaffen hat, als Mann und Frau. Adam und Eva, die ersten Menschen, wurden vom Teufel versucht und haben gesündigt. Als Nachkommen Adams – durch Adam – sind alle Menschen ohne Ausnahme, von Natur aus und durch eigene Wahl Sünder. Sie haben keine Gemeinschaft mit Gott mehr und unterliegen dem Zorn Gottes. Der Mensch kann nur durch das Heilswerk Gottes durch Jesus Christus gerettet werden. Er kann nur aus Gnade, durch den Glauben an Jesus Christus, mit Gott versöhnt werden und eine neue Schöpfung werden. Somit wird er wieder moralisch, psychisch und geistlich lebendig.

Jesus Christus

4. Wir glauben, dass Jesus Christus Gott ist, der uns im Fleisch offenbart wurde. Er ist der Christus Gottes, der von Gott, – durch die Propheten -, verheißene Messias. Er wurde vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren. Er lebte ein völlig sündenloses Leben, obwohl er in allem versucht wurde. Er ist unter Pontius Pilatus gekreuzigt, gestorben und begraben. Aber er wurde von den Toten leiblich auferweckt und fuhr auf in den Himmel. Dort ist er nun, zur Rechten des Gottvaters, als Hohepriester und Mittler Seines Volkes, das Er durch Sein Opfer erworben hat.

Das Werk Christi

5. Wir glauben, dass Jesus Christus als unser Vertreter und Stellvertreter gegenüber dem Gottvater vollständig gehorsam war und dass er am Kreuz starb, als ein perfektes und absolut ausreichendes Sühneopfer für unsere Sünden. Sein Sühne-Tod und seine triumphale Auferstehung sind der Höhepunkt der Offenbarung der Liebe Gottes gegenüber uns Menschen. Zugleich sind sie das einzige Fundament für die, – durch die Gnade -, Rechtfertigung und Rettung jeden Menschen, der diese durch Buße und Glaube annimmt.

Der Heilige Geist

6. Wir glauben, dass der Heilige Geist Gott ist und dass alle seine Auswirkungen den Herrn Jesus Christus Ehre bringen. Der Heilige Geist überführt die Welt von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Er bewirkt die Wiedergeburt beim reuefertigen Sünder und versiegelt den Gläubigen, der durch ihn in Verbindung mit Christus kommt und nun als Sein Erbe in die Familie Gottes aufgenommen wird. Der Heilige Geist wohnt, erleuchtet, führt, versorgt und stärkt den Gläubigen, damit er Gott dienen kann, so wie Jesus Christus es getan hat. Das Leben des Gläubigen „in Christus“ hat als natürlichen Auswirkungen die Eigenschaften der Frucht des Geistes, d.h. die Veränderung seines Charakters damit er christusähnlicher wird. Die besonderen Geistesgaben werden jedem Gläubigen geschenkt, so wie der Geist es will, um die Gemeinde Gottes aufzubauen.

Die Gemeinde

7. Wir glauben, dass die eine und wahre Gemeinde aus all Denjenigen besteht, die allein aus der Gnade Gottes, durch den Glauben an Jesus Christus wiedergeboren sind. Die Gläubigen, die durch den Heiligen Geist vereint sind, stellen die „Braut Christi“, sind der Leib auf Erden, dessen Haupt nur Er ist. Die eine und wahre Gemeinde unterteilt sich in örtlichen Gemeinden, deren Zweck ist, den sichtbaren Ausdruck des Leibes Christi an einem bestimmten Ort darzustellen. Die Mitglieder der örtlichen Gemeinden beteiligen sich an gemeinsamen Gottesdiensten und setzen alle ihre geistigen und materiellen Gaben, – die Gott ihnen anvertraut hat -, ein für das gegenseitige Wachstum und damit sie immer mehr Christus ähnlicher werden. Somit, verkünden sie die gute Nachricht der Erlösung durch die Gnade und die Liebe Gottes den Menschen durch die Predigt als auch durch die Liebestaten. Oberstes Ziel der Gemeinde ist, Gott die Ehre zu geben auf Erden aber auch im Himmel, d.h. sowohl in der sichtbaren (irdischen), als auch in der unsichtbaren (transzendenten) Welt.

Taufe – Abendmahl

8. Die Taufe und das Abendmahl sind vom Herrn Jesus Christus eingeführt worden. Sie bringen optisch und greifbar das Evangelium zum Ausdruck: Die Taufe als ein sichtbares symbolisches und bewusstes Bekenntnis des persönlichen geistlichen Todes und der Auferstehung des Gläubigen „in Christus“. Das Abendmahl als dankbringendes, persönliches und kollektives Gedenken an das Leiden und den Tod Jesu Christi, durch den die Teilnahme jedes Gläubigen am Leib Christi (Gemeinde) möglich ist. Beide (Taufe und Abendmahl) wenn auch nicht in sich selbst Heilmittel sind, sind sie dennoch, in Verbindung mit einem echten und aufrichtigen Glauben, wesentliche Elemente im Leben des Gläubigen und der Gemeinde.

Das christliche Leben

9. Wir glauben, dass es das Ziel jedes wiedergeborenen Christen ist, durch die Wirkung des Heiligen Geistes, Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes zu sein, damit er nicht nur für sich selbst, sondern immer mehr für Christus lebt. So wird in seinem Leben das Leben Christi sichtbar, zur Ehre Gottes. Der Gläubige, der durch die Gnade der Erlösung und durch die Liebe Gottes lebt, gibt der Welt die Gnade und die Liebe Gottes weiter. Er zeigt aufopfernde Liebe allen Menschen, ohne Berücksichtigung der Rasse, des Geschlechts, der Nation, der Klasse, der Hautfarbe, der Religion usw. Er steht den Notleidenden bei und unterstützt sie materiell, sucht Gerechtigkeit für die Unterdrückten und ungerecht Behandelten und verkündet mit seinen Taten und Worten das Evangelium der Gnade Christi.

Wiederkunft Christi – Ewigkeit

10. Wir glauben an die herrliche Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in einer Zeit, die nur Gott bekannt ist, um sein ewiges Reich zu errichten. Wir glauben, dass Gott die Toten leiblich auferwecken wird und dass er die Welt richten wird. Die Gläubigen, die durch das Blut Christi vergeben und gerechtfertigt sind, werden zur unendlichen Freude der ewigen Gegenwart und Herrlichkeit Gottes in den neuen Himmeln und der neuen Erde geführt. Diejenigen, die Jesus Christus nicht als ihren Heiland angenommen haben und Ihn als das Licht abgelehnt haben, werden zur ewigen Verdammnis verurteilt.

Unsere Geschichte

Der Bund Evangelischer Gemeinden besteht aus verschiedenen selbständigen Ortsgemeinden, die griechisch-protestantische Freikirchen sind und die hauptsächlich aus dem Kreis der Freien Evangelischen Gemeinden stammen. Sie sind aktiv seit Januar 2018, als sie als religiöse juristische Person anerkannt wurden.

Die Anwesenheit protestantischer oder evangelischer Christen in Griechenland ist viel älter. Seit der Gründung des modernen griechischen Staates gab es in unserem Land Einzelpersonen und kleine Versammlungen bewusster Christen, die die Notwendigkeit verspürten, zur Schlichtheit und das Wesen des christlichen Glaubens zurückzukehren.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde in unserem Land trotz Kriegen und geopolitischen Umwälzungen eine allgemeine geistliche Bewegung beobachtet. Menschen kamen unter verschiedenen Umständen mit dem Wort Gottes in Kontakt. Das Wort Gottes, das niedergeschrieben im Neuen Testament ist, hatte einen einzigartigen Einfluss auf ihr Leben.

Einer mit dem anderen verkündeten weiter die neue, wunderbare Realität Gottes, die sie entdeckt hatten – die Botschaft der Erlösung durch die Gnade Gottes. So entstanden kleine christliche Gemeinschaften, die sich von der (Orthodoxen) Staatskirche unterschieden, weil sie entdeckten, dass die wesentlichen dogmatischen Wahrheiten der Staatskirche im Laufe der Zeit sich von denen im Neuen Testament geändert wurden.

Sie entschieden sich ihrem Glauben auf die Bibel zu gründen und ihr Leben darauf zu richten. Es ist bezeichnend, dass sie keinen der Namen der bekannten Konfessionen annahmen, weil sie glaubten, dass die Namen nicht maßgebend sind, sondern der lebendige Glauben an Jesus Christus.  In dieser Zeit entstanden kleine unabhängige christliche Gemeinschaften mit den oben genannten Merkmalen auf Kreta, Komotini, Patras, Tragano aber auch in Athen, Piräus, Thessaloniki, Ptolemaida, Alexandroupolis, Drama, Kilkis und anderswo.

Als die Flüchtlinge, aus Kleinasien und Pontos stammend, nach Griechenland kamen (1922), fügten noch einen weiteren dynamischen Impuls hinzu, und spielten eine wichtige Rolle für das geistliche Wachstum dieser Bewegung. Menschen mit tiefem Glauben an Jesus Christus versammelten sich auch in ihrer neuen Heimat, um die Bibel zu studieren, so wie sie es zuvor an ihren Orten getan hatten. Später stoßen sie auf die christlichen Gemeinschaften in Griechenland, die denselben Glauben hatten, und identifizierten sich mit ihnen.

Ein wichtiger Durchbruch in der Geschichte dieser Zusammenkünfte erfolgte 1938, als die diktatorische Regierung von Metaxas sie zwang, sich zu identifizieren und zu benennen, um sich so von anderen bereits existierenden christlichen Dogmen abzugrenzen. So wurde die christliche Gemeinschaft in Patras als Erste zur „Gemeinde der griechischen Protestanten“ genannt, als sie im 1938 genehmigt wurde. In dieser Zeit begann auch die Diskussion über eine Zusammenarbeit einiger evangelischer Gemeinschaften, unter einem gemeinsamen Namen. So einigten sich diese Gemeinschaften und im 1946 bekamen sie die gemeinsame Bezeichnung „Freie Evangelische Gemeinde“.

In den darauffolgenden Jahrzehnten bis heute, haben, durch die geistlichen Aktivitäten und den Dienst der Freien evangelischen Gemeinden, viele Menschen die Botschaft des Evangeliums gehört und angenommen. Dies führte zur Gründung neuer Gemeinden mit ähnlichen geistlichen Merkmalen in ganz Griechenland.

Kürzlich, mit dem neu verabschiedeten Gesetz 4301/2014 wurde zum ersten Mal in Griechenland ein rechtlicher Rahmen für alle Religionsgemeinschaften geschaffen. Der neue Rechtsrahmen hat neue Perspektiven in den Vordergrund gerückt. Dies führte dazu, dass eine Reihe von Freien evangelischen Gemeinden nun eine „religiöse juristische Person“ mit der Bezeichnung „Bund evangelischer Gemeinden“ gegründet haben.

Abgesehen von den kulturellen Prägungen, die die einzelnen Gemeinden im sozialen Umfeld hinterlassen, das entscheidende Thema für alle bleibt, eine lebendige und erlösende Beziehung zu Jesus Christus zu pflegen.

Weitere Informationen finden Sie im Buch “Geschichte der Freien Evangelischen Gemeinden” von Dr. Ananias Kavakas, Logos-Publikationen (ISBN-13: 978-960-510-173-2).

Unsere Vision

Unsere Vision ist, dass das Reich Gottes in uns lebendig ist, in unserer Umgebung sichtbar wird und durch uns überall dynamisch verkündet wird.

Unsere Mission ist, eine geistliche Gemeinschaft zur Ehre Gottes zu pflegen, die als Leib Christi innerhalb und außerhalb der Mauern der Gemeinde lebendig ist.

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